Agentische KI-Werkzeuge wie Claude Code können Dateien lesen und schreiben, Kommandos ausführen und sich mit Systemen verbinden. Werden solche Agenten mit Zugriff auf produktive Infrastruktur betrieben, entsteht eine neue Angriffs- und Fehleroberfläche. Defense-in-Depth beschreibt hier ein gestaffeltes Schutzkonzept, statt sich auf eine einzelne Sicherung zu verlassen.
Warum das für uns relevant ist
Wir setzen agentische Tools aktiv in der Entwicklung und im Infrastruktur-Betrieb ein – konkret Claude Code unter WSL mit SSH-Zugriff auf rund 40 produktive VMs. Genau dieser Zugriff macht ein durchdachtes Schutzmodell nötig. Wir bewerten und schärfen dafür Praktiken entlang mehrerer Ebenen.
Bausteine des Ansatzes
- Least Privilege: dedizierte, eingeschränkte SSH-Identitäten statt Vollzugriff; getrennte Rechte für Lese- und Schreibaktionen
- Segmentierung: Trennung von Entwicklungs- und Produktionszugängen, Eingrenzung des Blast Radius
- Bestätigungspflicht: Freigabe durch einen Menschen vor produktionskritischen Aktionen (Deployments, Migrationen, Löschungen)
- Audit & Nachvollziehbarkeit: Protokollierung der ausgeführten Aktionen
- Prompt-Injection-Bewusstsein: Inhalte aus Dateien, Webseiten und Tool-Ausgaben als Daten behandeln, nicht als Anweisungen
Status
Wir sammeln Erfahrung mit dem sicheren Einsatz und formen daraus einen belastbaren internen Leitfaden – daher Assess.